Der HL7 Standard

"HL7" ist eine Abkürzung und steht für "Health Level Seven". HL7 hat seinen Ursprung in den USA genommen, wo es nach einem ersten Treffen an der Universitätsklinik in Palo Alto 1987 in seiner ersten Version entwickelt wurde. Mittlerweile hat sich eine kommerzielle Organisation gebildet (www.hl7.org), die HL7 heute in der Version 2.3 (veröffentlicht 1996) vertreibt und gleichzeitig die "Dachorganisation" aller HL7-Benutzer ist und deren Aktivitäten koordiniert.

Was aber ist HL7?
Zunächst einmal: HL7 ist kein Computerprogramm oder Computersoftware. Trotzdem dreht sich HL7 um elektronische Datenverarbeitung und den elektronischen Austausch von Informationen. HL7 ist im Grunde genommen eine genaue, sehr detaillierte Arbeitsanleitung.

Dazu ein Beispiel:
Patient A befindet sich im Krankenhaus. Es wurde eine Blutuntersuchung durchgeführt. Im Labor des Krankenhauses wurden die Untersuchungsbefunde erhoben, die nun dem Stationsarzt mitgeteilt werden sollen.

Das Labor verfügt über eine eigene EDV-Anlage, mit der die Untersuchungsergebnisse verwaltet werden. Das Computersystem auf der Station soll nun die Befunde der Blutuntersuchung von Patient A anzeigen. Dazu müssen die Ergebnisse vom Laborrechner auf den Computer des Stationsarztes überspielt werden.

HL7 ist nun eine Vorschrift, an die das Labor sich halten kann, wie genau die Untersuchungsergebnisse auf dem Weg zum Computer des Stationsarztes zu übertragen sind. Dazu muß z. B. festgelegt sein, daß z. B. der Nachname zuerst, dann der Vorname, erst der Geburtsmonat, dann der Geburtstag usw. übermittelt werden soll.

Ist die Nachricht (hier: der Befund) nach den Regeln von HL7 kodiert, kann der Empfänger die Nachricht verstehen, weil genau festgelegt ist, was was ist und was an welcher Stelle zu stehen hat